Samstag, 20. Februar 2010

Mal eben schnell Musik kaufen?

Denkste. Wie oft habe ich es schon versucht, und gelegentlich auch mal drüber geschrieben. Mein neuster Ohrwurmverantwortlicher ist Matthew Thomas Dillon mit Windmill. Ich steh total auf diese quietschende Stimme und den schönen Sound.nachdem ich sie gestern früh zum ersten Mal auf radio1 gehört habe und mich anschließend durch last.fm geklcikt habe möchte ich nun das Album Epcot Starfields kaufen. Einfach so, jetzt gleich. Auf der homepage von Windmill gibt es einen Link in den eigenen Shop zum Sofortdaownload für 7,50€.
Es öffnete sich mir folgendes Fenster:

Als ich den namen PayPal gelesen habe wurde ich gleich darane rinnert warum ich bei ebay nichts mehr verkaufen werde (Ohne dich...) Wegen dem Zwang zu PayPal und deren (für mich) nicht akzeptablen Datenschutzbestimmungen. Keine Ahnung was mich geritten hat, aber ich dachte mir: "Hey, du kriegst das Album für 7,50€ statt für knapp 10€ bei itunes. Nutzt du halt PayPal als Gast." Tja, schön wär's gewesen. Netterweise wurde die Einwilligung in die Datenverarbeitung als OptIn angegeben, so dass ich's mir echt 2x durchgelesen habe: "... Ich erkläre mich außerdem einverstanden, dass PayPal meinen Namen, meine Adresse, meine Bankverbindung und mein Geburtsdatum über eine sichere Verbindung zur Überprüfung meiner Identität an die SCHUFA, an Arvato und an eBay übermittelt (es findet keine Bonitätsprüfung statt)..."
Unter Weitere informationen findet sich dann dass eine Verbindung zu meinem ebay-Konto hergestellt wird "zum Zwecke der Risikobewertung" (Insbesondere werden analysiert "Datum der Anmeldung und Bestätigung, das Ergebnis einer von eBay gegebenenfalls durchgeführten SCHUFA-Identiätsprüfung, sowie das eBay-Bewertungsprofil und Transaktionshistorie").Das alles "zum Zwecke der Risikobewertung" bei einem Einkauf im Wert von 7,50€? Ich werde damit gelockt meine Daten einzugeben ohne einen Account zu erstellen. Das heißt ich habe später keinen Überblock darüber was gespeichert ist, keine Möglichkeit etwas zu löschen geschweige denn nochmal nachzuvollziehen. Also auf zu itunes - Kreditkartennummer eingeben und eine Rechnung über den kauf erhalten. Das kostet mich zwar 2,50€ mehr aber das ist es mir wert.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Online-Musikeinkauf und PayPal? Seid ihr bereit für 2,50€ Ersparnis PayPal zu nutzen?
Ich habe mal eine kleine Umfrage gestartet und freue mich über eine rege Teilnahme - Ergebnisse gibt es am 27.02.2010.

Sonntag, 7. Februar 2010

Ohne dich...

heißt es seit ein paar Tagen. Dich ist dabei durchaus persönlich gemeint und an ebay gerichtet. Am 1. Februar habe ich eine E-Mail von besagter online-Auktionsplattform erhalten. Der Betreff "Wichtige Regeländerung für Verkäufer" hat mich sogar zum genaueren Lesen bewogen. Es heißt, dass ab dem 25.02.2010 Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten PayPal als Zahlungsmethode anbieten müssen.
"... Damit erhöhen Sie die Anzahl möglicher Käufer und entsprechend auch Ihre Verkaufschancen...." Das Argument finde ich interessant. Die Anzahl möglicher Käufer für mein bei 1€ startendes Buch erhöht sich also wenn der Endbetrag von z. B. 3,50€ via PayPal bezahlt werden darf? Das Argument greift vielleicht bei bestimmten Produkten in Kategorien wie Autos, Schiffe, Reisen, Computer oder Schmuck. Die auf einer extra ebay-Seite erwähnte Studie zur Umsatzsteigerung wird weder verlinkt noch ist sie mit Ergebnissen aus dem Jahr 2006 auch nnur ansatzweise aktuell. Zudem wurden in dieser anscheinend nur Verkäufer betrachtet die sich schon bei PayPal registriert hatten. Das Argument von ebay/PayPal ist, dass der Umsatz von in Deutschland mittels PayPal getätigten Verkäufen in 6 Monaten um 14% gestiegen ist. Der Schritt zu der Aussage: "Umsatzsteigerung durch Anbieten von PayPal als Zahlungsoption" ergibt sich mir nicht.
Den im Netz gefundenen Aufruf eine E-Mail an ebay zu schreiben war mir zu dem Zeitpunkt etwas zu umständlich, also habe ich mir den twitter-Account rausgesucht @ebayDE Prompt kam auch eine Antwort auf meine Bedenken: 
"@tycoon83 Du kannst selbstverständlich weiterhin andere Zahlungsoptionen (Überweisung etc.) neben der Bezahlung mit #PayPal anbieten. ^GK" 
DANKE, für diesen Hinweis. Allein die Liste der Unternehmen, an die ALLE meine Daten weitergegeben werden und der dezente Hinweis dass das Unternehmen Sitz in den USA hat und somit auch deren "Datenschutzbestimmungen" unterliegt, sind für mich Grund genug auf eine theoretische 2-stellige Umsatzerhöhung zu verzichten.
Schade, ich werde wohl nie wieder einen Artikel via ebay verkaufen. Und dass sich verstärkt neue Verkäufer registrieren bezweifle ich auch. Ich würde eher eine rückläufige Tendenz vermuten.

Mal davon abgesehen, als Verkäufer lass ich mir nicht das Recht nehmen über meine bevorzugte Bezahlungsmodalitäten zu entscheiden. Das Argument von Seiten ebays: "Sie können doch weiterhin die Überweisung anbieten", läuft doch völlig ins Leere und entbehrt jeglicher Grundlage. Wenn jemand mein angebotenes Produkt unbedingt kaufen möchte, mit den zahlungsbedingungen aber nicht einverstanden ist, kann er jederzeit mit mir als Verkäufer in Kontakt treten oder muss es woanders kaufen bzw. auf den Kauf verzichten. Ein Markt ist der Ort, wo Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen.
Dass am selben Tag eine E-Mail mit dem Angebot, PayPal 3 Monate kostenlos nutzen zu können, kam - hat mein Bedürfnis mich zu registrieren auch nicht geweckt. Ein Link bzw. einfacher Hinweis zum aktuellen Preisverzeichnis fehlt gänzlich, erst auf der Registrierungsseite ist er ganz unten bei den Pflichtangaben zu finden.

Da bleibt mir nur ein "R. I. P." So werde ich meine Sachen eben über tauschticket zum Selbstkostenpreis versenden.